TSVH Vereinsmeisterschaft Segeln 2021

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Am 18.9.2021 kam die TSVH Vereinsmeisterschaft Segeln 2021 mit der Durchführung unserer 2. Regatta 2021 mit einer Beteiligung von immerhin 20 Booten zum Abschluss.

In der Gesamtwertung beider Regatten ergaben sich folgende Treppchenplätze:
1. Platz und somit Vereinsmeister 2021: Thomas Kappelmann & Barbara Dose - auf HC 16
2. Platz: Malte George & Marie George/Norbert Sobizak - auf HC 16
3. Platz: Norbert Weitkämper & Michael Probst - auf 505er

Herzlichen Glückwunsch!

Vereinsregatta Segeln I am 07.08.2021

Ein Erlebnisbericht von Thomas Gellermann

An dem lang ersehnten Tag der Regatta hat alles gepasst; na ja fast alles. Leider musste auch im Jahr 2 mit Corona ein gemeinsames Fest am Abend ausfallen. Sportlich war es aber wieder ein tolles und bestens organisiertes Event: 

22 Boote am Start, 39 gut gelaunte Segler/Innen, Sonne, Wind und unmittelbar nach Abschluss der dritten Wettfahrt ein „kleines“ Stürmchen! Dazu später.

Am Start: 9 Cats, 11 Jollen und zwei Kielboote. Dementsprechend eng ging es an der Startlinie zu und es wurde bei allen 3 Läufen sportlich fair um die besten Startplätze gefightet. Infolge einiger glimpflicher Berührungen mit dem Gegner oder den Wendemarken wurden von mehreren Crews freiwillig „Kringel“ gefahren, um einem langwierigen und gemäß Ansage von unserem Wettfahrtleiter, Klaus Keller, auch kostspieligen Protest zu entgehen.

Der erste Lauf wurde pünktlich gegen 14:00 Uhr gestartet. Es gab das verabredete 5-Minutensignal (Heißen der Vereinsflagge) und das 4-Minutensignal mit dem Heißen der Flagge P. Das nächste Signal sollte dann erst eine Minute vor dem Start folgen ..

Ich musste feststellen, dass das Display meiner Smart Watch bei Sonneneinstrahlung nicht abzulesen ist; Sekundenzeiger ebenfalls Fehlanzeige. Also folgten für mich 3 Minuten ohne Orientierung, die sich ziemlich lang anfühlten. Wenden, hin und nochmal zurück. Wieder eine Wende. Dann auf einmal das 1-Minutensignal, also schnell zur Startlinie zurück, wo es richtig eng wurde. Wie lang kann eigentlich die letzte Minute sein? – se..eehr lang oder wenn man wo hängt, eben auch nicht. - Also das nächste Mal habe ich eine gescheite Uhr mit großem Display und Sekundenanzeige dabei 😉 

Dennoch, beim Start zum ersten Lauf kam ich gut weg. 
Wind zu Beginn aus NW. Er drehte allerdings schon nach der ersten Kreuz Richtung Nord, so dass bei der zweiten Runde die meisten Jollen und Cats ohne große Mühe mit einem Schlag zur Luvtonne segeln konnten. Der Vorwindkurs zur Ziellinie fiel dadurch aus, so dass die meisten Jollen-Crews ihren Spinnaker enttäuscht in der Tasche lassen konnten.

Mir war das egal, ich hatte zwar den Spinnaker mit allen Leinen griffbereit angeschlagen, aber alleine und wegen der noch fehlenden Routine konnte ich das Manöver vergessen. Die vielen Leinen im Boot bereiteten mir aber bei den Kurswechseln etwas Probleme. Spi-Schot und -fall sowie Fock- und Großschot verwurschtelten sich so manches Mal. Zumindest bis zum nächsten Manöver konnte ich die Schlingen aber jedes Mal wieder lösen. Das gelang nach der Regatta, beim stürmischen Wind leider nicht mehr so gut. 🙁

Für den zweiten Lauf wurde die Luv- und Ablauftonne etwas weiter Richtung Norden verlegt. Der Wind hatte aber bereits so weit gedreht, dass wieder die Luvtonne mit einem einzigen Amwind-Schlag erreicht werden konnte. 

Bis auf unsere Freunde mit Spinnaker und Gennaker, die nicht auf ihre Kosten kamen, tat dies der Regatta jedoch keinen Abbruch. Einrumpfboote brauchten pro Lauf nur zwei Runden auf dem gewohnten Up-and-Down Kurs absolvieren (sollte man sich auch dran halten, sonst kommen die Zeitnehmer durcheinander), Cats drei Runden. Meinen Beobachtungen nach, hatten manche Cat-Piloten etwas Probleme mit dem passgenauen Runden der Tonnen. Einige legten gleich mal an oder machten in der Wende kleine Pausen. - Bei einer Regatta nicht zielführend. Zumal manche auch noch einen freiwilligen Strafkringel dranhängten. Auch kein bevorzugtes Manöver eines Doppelrumpfers. Dieses Problem mit dem Drehen durch den Wind habe ich mit meinem Laser II zumindest nicht; war meine Auffassung bis dahin.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit der Regatten und ihrem Ausgang. Die Stimmung war sehr gut. Für die Wertung kam die bewährte Yardstick-Excel-Berechnung von Tom zum Einsatz. Gewonnen haben die üblichen Verdächtigen. Also ich meine, drei Läufe und dreimal als Erste ins Ziel (Barbara D. & Thomas K.). Das kann kein Zufall sein. Die ersten drei Plätze gingen an die Cat-Teams, Herzlichen Glückwunsch! - Vermisst habe ich allerdings unsere A-Cats und insbesondere Georg, der den Ausgang wieder spannender gemacht hätte oder vielleicht auch gerade nicht!?

Während der drei Läufe hat der Wind allmählich zugenommen, so dass es richtig schön zu Segeln war. Genau mit Abschluss der Regatta so gegen 16:00 Uhr nahm der Wind noch weiter zu und die Jollen kamen richtig schön ins Gleiten. Die meisten segelten zurück!

Ich dachte mir bevor ich mich in den Stau beim Slippen stelle, genieße ich noch 2 bis 3 Schläge. Das war keine gute Idee. Der Himmel verhieß nichts Gutes. Das spielte sich aber, den Blick Richtung Raumschot, in meinem Rücken ab. Mein Laser II mit 11,5 m2 Segelfläche ist bei Starkwind für eine Person doch  nicht so gut geeignet. Also was soll ich sagen? - Nach der ersten Wende ein ungewolltes Kentern. Ich habe das Boot gefühlt insgesamt noch 8-mal aufgerichtet. Die Fock hatte sich schnell um das Vorstag gewickelt und mit den Schoten des an diesem Tag völlig überflüssigen Spi verknotet. Nächste Erkenntnis, ohne Vorsegel lässt sich bei dem Wind nicht mehr Wenden. Also habe ich es zweimal mit einer Halse probiert. Dabei kam ich zwar schön ins Gleiten (mein Wahoo hat knapp 18 km/h aufgezeichnet), beim Segelschiften ging es dann aber wieder in den „wilden“ Ammersee. 

Zu meinem großen Glück waren meine Retter in unseren 2 Motorbooten sofort zur Stelle. Ihnen ist zu verdanken, dass es glimpflich ausging! Paul kam dann noch mit in mein Boot und es zeigte sich, mit vier Händen und dem zusätzlichen Gewicht ließ es sich auch wieder bändigen. Na ja, das Groß war schon unten und die Fock immer noch verknotet, also ging es in Schlepp gegen die hohen Wellen sicher zurück. 

Fazit: Das Wetter zu ignorieren ist nicht gut, insbesondere alleine mit zwei Segeln. Ich glaube, dass eine reguläre Besatzung von 2 Personen nicht in Seenot gekommen wäre. Der Vorschoter hätte die verknotete Fock richten können. Dann wären die Wenden gegangen und mit gefierten Segeln ab nach Hause. Aber so war es nicht …

Also für mich ein sehr lehrreicher Tag! 
Von meinen Söhnen (beide Gleitschirmflieger) habe ich dann noch per WhatsApp eine Nachhilfe in Wetterkunde bekommen. Wer es Nachlesen möchte: es war am Samstag eine Druckwelle in der Gegend „das verkannte Risiko“ – Das galt auch für mich!  

Ich war froh, dass es gut ausgegangen ist und bin meinen Rettern für ihren unerschrockenen Einsatz sehr dankbar! Herzlichen Dank auch an die Organisation der Regatta und allen Helfenden.

Es war dann am Ende auch für mich ein toller Regatta-Tag. 

Ich freue mich auf das nächste Mal!

Bis bald am See,

Thomas

Bilder: Peter Zimmer, Markus Glier, Thomas Lederer, Thomas Gellermann

Ehrung von Norbert Bauer auf dem Jahresempfang 2020 der Gemeinde Herrsching

In der Mitte: unser A-Cat Segler Nobert Bauer (TSVH) mit Bürgermeister Christian Schiller (rechts), links Moth und Eis-Segler Thomas Huber (SVBB)

Unser A-Cat Regattasegler Norbert Bauer wurde im Rahmen des Neujahrsempfangs der Gemeinde Herrsching am 16. Januar 2020 vom Bürgermeister Christian Schiller für seine Erfolge in 2019 geehrt. Es freut sehr, dass der TSV Herrsching hier auch mit der Wassersportabteilung vertreten sein durfte. Gratulation Norbert!

weitere Infos: https://www.herrsching.de/Start/Newsletter/News/nW72544/Jahresempfang%202020

Ein Defibrillator für mehr Sicherheit am See

Bürgermeister Christian Schiller zu Besuch für die Einweihung unseres Defibrillators

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Herrsching hat die Wassersportabteilung des TSV Herrsching an ihrem Vereinsgelände in Wartaweil auf öffentlich zugänglichem Raum einen vollautomatisierten, für Laien auch ohne spezifische Kenntnisse bedienbaren Defibrillator aufgestellt. Ein Defibrillator ist ein medizinisches Gerät zur Defibrillation, das durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie z.B. Kammerflimmern beenden kann. Ein Defibrillator kann zwar keine Herz-Lungen-Wiederbelebung ersetzen, verbessert deren Chancen aber erheblich.

In der Wassersportabteilung des TSV Herrsching sind knapp 200 Wassersportler in rudernder oder segelnder Weise aktiv. Da das Gelände ein paar Kilometer südlich Herrrsching abseits liegt, ist eine schnelle medizinische Erstversorgung insbesondere aufgrund einer erhöhten Anfahrtszeit erschwert. Darüber hinaus ist die Abteilung durch eine Altersstruktur mit vielen älteren Mitgliedern geprägt. So sind 125 Mitglieder über 50 Jahre alt, davon 41 sogar mit über 70 bzw. über 80 Jahren aktiv. Diese Altersgruppe birgt ein signifikant höheres Risiko. Außerdem kann der Defibrillator – da öffentlich zugänglich – auch den vielen nicht im TSV organisierten Spaziergängern, Radfahrern und Wassersportlern zwischen Herrsching und Aidenried zugutekommen.

Gratulation Georg Reutter zum TSVH Vereinsmeister Segeln 2019

Souverän konnte Georg Reutter (A-Cat) den Meistertitel dieses Jahr einfahren. Auf Platz 2 landete Konrad u. Irene Koch (H-Boot). Und zum 3. Platz dürfen wir Martin Wirries (Finn), unserem letztjährigen Vereinsmeister gratulieren.

Herzlichen Glückwunsch!

Siegerehrung Vereinsmeisterschaft 2019
v. links nach rechts: Martin Wirries (3. Platz), Konrad u. Irene Koch (2.Platz), Georg Reutter (1.Platz), Thomas Lederer (Spartenleiter Segeln)

Bericht zur zweiten Vereinsregatta am 14. Sept 2019 oder „So schön kann Regattasegeln sein“

verfasst von: Gabi Körner

Am 14. September 2019 richtete der TSV Herrsching – Wassersportabteilung – den zweiten Teil der Vereinsmeisterschaft Segeln 2019 in der Herrschinger Bucht aus. Da unterschiedliche Boote teilnehmen erfolgt die Wertung über Yardstick. Zusammen mit dem Ergebnis der ersten Regatta im Juli wird aus den beiden Ergebnissen der Vereinsmeister ermittelt. Startberechtigt waren alle Mitglieder des Vereins sowie Gäste.

Die Regatta begann um 11 Uhr - schon fast - traditionell mit dem Treffen auf der Terrasse des Bootshauses mit gemeinsamem Weißwurstessen. Noch während des gemütlichen Beisammenseins sah es am See nicht wirklich gut aus: Es herrschte Flaute! Bei der Steuermannsbesprechung um 12:45 Uhr wurden wie üblich noch einmal die Regeln und Signale sowie der geplante Dreieckskurs erläutert. Dies ist auf der einen Seite Routine für unsere Profis im Verein und auf der anderen Seite absolutes Neuland für einige  teilnehmenden Regatta-Neuling – aber genau deswegen macht Segeln in unserem Verein Spaß, hier gehören alle zusammen!   

Trotz Windstille machten die Boote für die geplanten Wettfahrten um 13.30 Uhr klar Schiff. Erfreulicherweise waren wieder 20 Boote mit ein bis drei „Mann“ Besatzung am Start. Das Starterfeld setzte sich zusammen aus sechs HC 16,  vier A-Cats, drei Lasern, zwei Drachen, einem H-Boot, einem  Finn, einem S-Zugvogel, einem 505er und einem Dart 18.

Neben dem noch fehlenden Wind war gemäß Wettervorhersage auch zeitweise starker Regen vorhergesagt. Doch pünktlich zur Starbereitschaft meldete sich schöner Ostwind mit 6 – 8 Knoten an und die erste Wettfahrt konnte gestartet werden. Welch ein Timing!

Wind/Wetterdaten vom 14.9,2019 Quelle: www.zebrafell.de

Startschiff mit Wettfahrtleiter Uwe Pflüger & Team

Bei den nun fast perfekten Wind- und Wetterverhältnissen wurde ein Dreieckskurs gesegelt, bei der die Bojen zweimal umfahren wurden und der anschließend mit einem Am-Wind-Kurs zur Ziellinie (erste Wendeboje - Startschiff) führte.

Kurzzeitig gab es ein Missverständnis an der zweiten Boje, denn auf dem Wasser ging es an diesem Samstag eng zu: Eine weitere Regatta mit rund 100 Optimisten hatte die Boje nah neben unserer Wendeboje ausgelegt. Dies führte dazu, dass sich einige Kinder an unserer Boje orientierten und wir plötzlich von unzähligen Optimisten umringt waren und deswegen eine „Extrarunde“ an der zweiten Wendeboje drehen mussten. Denn auch wenn es ärgerlich ist, die Vorfahrtsregeln gelten auch bei einer Regatta! 

Georg Reutter auf seinem A-Cat


Bei weiterhin konstantem Ostwind konnte eine zweite Wettfahrt gesegelt werden.
Bis zuletzt war gleichmäßiger Wind und die Regatta machte gemeinsam so richtig Spaß!

Beim anschließenden Kaffee und Kuchen wurden die Sieger der Regatta II nach Yardstick ermittelt. Zum Sieg beglückwünschen konnten wir Georg Reutter mit seinem A-Cat, gefolgt von Lars Bunkenberg auf unseren in diesem Jahr angeschafften Vereins A-Cat . Auf dem hervorragenden dritten Platz landeten Tom Kappelmann und Barbara Dose mit ihrem HC 16. Das genaue Ergebnis mit allen gesegelten Zeiten ist aus der anschließenden Tabelle zu entnehmen.

Siegerehrung Vereinsregatta II

Von links nach rechts: Barbara Dose, Tom Kappelmann, Georg Reutter und Tom Lederer (Spartenleiter Segeln)

Insgesamt war es wieder eine tolle Veranstaltung mit besten Bedingungen. 

Ein großes Dankeschön gilt allen Organisatoren und Helfern, die das Gelingen dieser schönen Veranstaltung mit Ihrem Einsatz möglich gemacht haben. Dies ist vor allem unser Spartenleiter Tom Lederer, Wettfahrtleiter Uwe Pflüger, den Besatzungen der Start- und Begleit-Boote sowie allen sonstigen Helfern!

Gabi Körner

Erlebnisbericht zur ersten Vereinsregatta am 28. Juli 2019 zur TSVH Vereinsmeisterschaft 2019

verfasst von: Volker Schön

Die Segelsparte in der Wassersportabteilung im TSV Herrsching ermittelt ihren jährlichen Vereinsmeister in zwei Regatten, die in der Herrschinger Bucht ausgetragen werden. Die erste findet in der Regel im Juli statt, die zweite im September. Zugelassen sind alle Jollen, Katamarane und Kielboote im Verein. Startberechtigt sind alle Mitglieder. Gäste sind ebenfalls herzlich willkommen, bleiben aber bei der Auswertung der Vereinsmeisterschaft unberücksichtigt. Sämtliche Wettfahrten werden nach Yardstick gewertet. 

Besonders erfreulich war, dass sich dieses Mal 21 Segelboote mit ihren Mannschaften zur ersten Regatta am 28. Juli angemeldet hatten! In meiner Vereinszugehörigkeit habe ich bisher ein so großes Feld in bisher noch nicht erlebt. Insgesamt nahmen 10 verschiedene Bootstypen an der Regatta teil, davon sechs HC 16  gefolgt von vier A-Cat. Abermals durften wir einen Gast begrüßen, nämlich  Michael Hestermann mit seinem A-Cat.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass durch Maßnahmen der Verantwortlichen wie fortlaufende Trainingsangebote und Beschaffung neuer Boote die Gemeinschaft der Segler gestärkt hat, die letztendlich in vermehrter Teilnahme an Regatten resultiert.

Nachdem die Wetterprognosen für den Nachmittag alles andere als gut waren (Regen & Gewitter angekündigt) bangten die Veranstalter und Teilnehmer, dass die Regatta durchgeführt werden kann und wir hatten Glück. Wie üblich, wurden in der Steuermannbesprechung vor der Regatta unser Wettfahrtleiter die Regeln mit den gebräuchlichen Flaggen und Signalen zum Start sowie die Anzahl der geplanten Wettfahrten und deren Kurs erläutert.

Gesegelt wurde bei einer Windstärke von 3 – 4 Bft aus nördlicher Richtung ein Dreieckskurs mit langen Schenkeln, der zweimal umfahren war und anschließend mit einem Kurs am Wind zur Ziellinie an der ersten Wendeboje führte.

Dreieckskurs

Obwohl ich längere Zeit nicht mehr auf einer HC 16 gesegelt bin, hat mich Hansjörg als Vorschoter wieder mitgenommen. Wie alle anderen auch, bereiteten wir uns mit etlichen Manövern auf die kommenden Wettfahrten vor. Schließlich ertönte 5 Minuten vor dem Start das Ankündigungssignal mit einem langen Schallsignal. Gleichzeitig wurde auf dem Startschiff eine orangefarbene Flagge gesetzt. Normalerweise wartet man in den nächsten vier Minuten auf das Niederholen der orangefarbenen Flagge, denn nach einer weiteren Minute wird die Wettfahrt mit einem Schallsignal gestartet.

Hansjörg und Volker beim Gewichtstrimm

Heute war das alles ein wenig anders, denn die orangefarbene Flagge wurde 4 Minuten nach nicht eingezogen und so segelten wir in Begleitung von vielen anderen Booten weit entfernt von der Startlinie hin und her. Wir hörten auch kein Schallsignal zum Start aber dann beobachteten wir doch, dass sich einige Segelboote sich in Richtung der ersten Wendeboje bewegten. Wenig später entfernte sich auch das Motorboot von der Startlinie. Offensichtlich war die Regatta gestartet worden. Das sonst übliche Gerangel an der Luvtonne der Startlinie, wo jeder nach Raum verlangt, um eine möglichst optimale Startposition zu bekommen, sah man nicht.

Durch den verpatzten Start packte Hansjörg seine ganze Erfahrung in die Waagschale und begab sich mit optimalster Segelstellung und Gewichtstrimm auf die Aufholjagd. Wir überholten am Wind relativ schnell langsamere Boote und kamen später dann erstmals in die Nähe der bisher schnellsten HC 16 mit Tom an der Pinne. Damit begann der Kampf um die schnellste HC 16. Deutlich wurde, dass Tom beim raumen Wind schneller war, wir aber erhebliche Vorteile bei einem Kurs am Wind hatten. Spannend wurde es beim Endspurt. An der letzten Wendeboje lagen wir noch hinten aber schließlich hatte Tom mit 24 Sekunden im Ziel das Nachsehen. 

Obwohl der Wind nicht nachgelassen hatte, verzichtete die Wettfahrtleitung auf die ursprünglich vorgesehene zweite Wettfahrt. Anscheinend war der Zieleinlauf des letzten Segelbootes später als gedacht.Nach Yardstick konnte als Sieger der ersten Regatta zur Vereinsmeisterschaft Georg Reutter mit seinem A-Cat ausgerufen und beglückwünscht werden, gefolgt vom amtierenden Vereinsmeister Martin Wirries auf seinem Finn. Dritter wurde Conny Koch mit seinem Vorschoter Ulrich Seeberger auf seinem H-Boot.

Ergebnisliste Vereinsregatta I - 2019

Betrachtet man die Plätze nach Segelzeiten, die keinen Einfluss auf die Vereinsmeisterschaft haben, dann ergibt sich folgende Situation, nämlich das Katamarane die ersten 8 Plätze belegen. Auf Platz 1 bis 4 belegten alle A-Cat, dann zwei HC 16 auf Plätzen 5 und 6 anschließend ein Dart 18 auf Platz 7 und wiederum eine HC 16. Das schnellste Segelboot mit einem Rumpf war eine 505 auf Platz 9 gefolgt von einem H-Boot auf Platz 10 sowie einem Drachen auf Platz 15.

Martin beim Kampf um wertvolle Sekunden

Insgesamt ging eine tolle Veranstaltung mit neuen Erfahrungen zu Ende verbunden mit einem reichhaltigen Buffet und Fleisch vom Grill. Pünktlich zur Siegerehrung kam dann leider doch noch der Regen, der dann immer stärker wurde. Ein großes Dankeschön an den Spartenleiter Tom Lederer und dem Wettfahrtleiter Uwe Pflüger sowie allen anderen Helfern im Begleitboot, auf dem Startschiff, in der Küche oder sonst wo.

Der Termin für den zweiten Teil der Vereinsmeisterschaft ist am 14. Sept. 2019.

... und der Vereinsdrachen landete auf Platz 5

Vier unserer A-Cat Segler aktuell unter den Top-10 der deutschen Rangliste

Gratulation vor allem an Norbert Bauer, der diese Saison ausgesprochen erfolgreich unterwegs ist - aktuell auf Platz 2 der Rangliste - in Kategorie classic aktuell bester Deutscher.

Gratulation auch an Georg Reutter aktuell auf Platz 7, Christian Schäfer aktuell auf Platz 9 und unser neues Mitglied Kai Krope aktuell auf Platz 10.

Komplette Rangliste (Zwischenstand) siehe bei Klassenvereinigung VDAC:
http://www.vdac-ev.de/wp-content/uploads/2019/06/Rangliste-25-06-2019.pdf

Saisonstart der Regatta-Segler

Schon unmittelbar nach dem Saisonstart im heimischen Revier standen für die Regattasegler des TSV Herrsching die ersten Regatten auf dem Programm. Dabei nutzten Georg, Lars, Christian und Kai die Woche vor Ostern für ein paar gemeinsame Trainingstage am Gardasee bei frühlinghaftem Wetter. Einen Bericht über die anschließende Osterregatta der A-Cats in Campione von Christian gibt es hier.

Beim der ersten Regatta auf dem heimischen Ammersee stellten die Segler des TSV Herrsching dann mit 6 Teilnehmern die Hälfte des Regattafeldes. Auf den Spitzenplätze dominierten wie in schon in den letzten Jahren Georg und Norbert. Aber auch im hinteren Teil des Feldes wurde mit viel Einsatz, aber ohne bitteren Ernst um die Platzierungen gerungen. Den Regattabericht gibt hier.

Die TSVH A-Cat Segler in Breitbrunn

Gleich im Anschluss führte die A-Cat Klassenvereinigung in Zusammenarbeit mit dem SVB Breitbrunn durch, bei dem die alten Hasen den Neueinsteiern Tipps und Tricks für Bootseinstellung und Segeltaktik gaben. Fehlender Wind war dabei kein Hindernis, wie man sieht.

Die anschließende Regatta in Utting war dann wind- und wettermäßig wieder eine Herausforderung, der sich nur ganze 3 A-Catsegler stellen wollten. Grade der erste Tag hatte es in sich: der stark auffrischende, auflandige Wind verhinderte die geplanten Wettfahrten und machte das Anlegen zum Abenteuer. Zusammenfassung von Christian: „Aus dem Hafen raus, eine Packung abholen und heile wieder an Land kommen“. Zum Regattabericht geht’s hier.

Alles in allem hatte man aber schon am Saisonstart gemeinsam eine Menge Spaß auf dem Wasser, was für die kommende Saison motiviert.

Autor: Peter Pfortner

Österreichische Meisterschaft in Rohrspitz/Bodensee

Georg fuhr zu Pfingsten nach Rohrspitz/Bregenz an den Bodensee, um an den Österreichischen Meisterschaften teilzunehmen. 25 Boote aus Deutschland, Österreich und der Schweiz segelten 6 Wettfahrten bei überwiegend schwachen bis mittleren Winden mit denen Georg sehr gut zu Recht gekommen ist. Eine Wettfahrt konnte er gewinnen und in zwei weiteren Wettfahrten wurde er zweiter.

Endergebnis: Georg Reutter Punkte: 18 Platz: 2

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